“Die größten Jazzproduzenten waren Deutsche”: Jazzproduzent und Label-Chef Siggi Loch im DIE WELT-Interview


Quelle: “Die größten Jazzproduzenten waren Deutsche” – Nachrichten Welt Print – DIE WELT.

Man lernt nie aus (und ständig zu lernen macht außerdem noch jede Menge Spaß!). Interessantes Interview über Siggi Loch, den vermutlich bedeutendsten europäischen Jazz-Produzenten und Label-Chef unserer Zeit. Das aufmerksame Lesen – auch und besonders zwischen den Zeilen – eröffnet interessante Einblicke in dieses ausgesprochen volatil daherkommende Geschäft. Für mich ist der wichtigste Aspekt der, dass man – weitgehend kompromißlos – den eigenen Zielen und Intuitionen folgen muss. Nur so kann man sich mittel- bis langfristig vom Mitbewerb abheben und – im Idealfall – zu Erfolg kommen. Tolle Sonntagslektüre. (ist mir übrigens bewußt, dass der Artikel schon etwas älter ist. Die gemachten Aussagen scheinen mir dennoch zeitlos zutreffend).

Und hier noch ein weiteres, interessantes Interview im Tagesspiegel.

“Love Comes to Town” (Again): Torsten Goods & Band @ Residenz, Allerheiligen-Hofkirche, München



Torsten Goods & Band, Freitag, 11.04.2014 Residenz, Allerheiligen-Hofkirche – München Ticket.

Nach Eintritt in die Allerheiligen Hofkirche im Münchner Residenz-Carré gleich einmal ehrfürchtiges Staunen ob der schlichten, aber doch beeindruckenden Rundbogeninnenarchitektur, unverputzten Wänden und Säulen, dezenter indirekter Beleuchtung und ein paar wenigen Wandgemälden – für eine Kirche ein überraschend schlichtes, aber dennoch wirkungsvolles Erscheinungsbild. Und auch Torsten Goods drittes Konzert der “Love Comes To Town“-Tournee im Münchner Raum bzw. diesmal in der Innenstadt bewegte sich in einem interessanten Spannungsfeld von äußerlicher, vordergrundiger Schlichtheit – der Aufwand an Beschallungs- und Lichttechnik blieb überschaubar – und größtmöglicher erzielbarer Wirkung, die die – auch schon bei den zurückliegenden Konzerten – ungeheuer spielfreudige Band mit einer coolen Gelassenheit und Leichtigkeit entfaltete, die sie ein ums andere Mal als Ausnahmeerscheinung im Livemusik-Geschehen auszeichnet.

Dass auch die Technikcrew ihr Handwerk verstand, wurde insbesondere angesichts der optisch wirkungsvollen, aber akustisch sicherlich schwer zu beherrschenden Location deutlich, sind doch glatte Flächen und komplexe Rauminnenformen für jeden Tontechniker der reinste Albtraum: Sog. natürliche Reflexionen, die den produzierten Schall unbarmherzig von der Wand in den Innenraum zurückwerfen, überlagern den Originalsound von der Bühne häufig in einer Weise, die zu kaum eliminierbaren Effekten wie akustischen Auslöschungen oder unerwünschten Verzögerungen führt. Dennoch gelang es der Tontechnik, das Klangbild transparent genug zu machen, dass ein ausgewogener Klang im locker gefüllten Kirchenschiff ankam. Womit mit “locker” gleich wieder ein Stichwort gefallen wäre: Selten erlebt man einen Frontman so lässig-gelassen, so souverän, so selbstsicher und dabei mit sichtlicher Freude am eigenen Tun ohne jemals in irgendeiner Weise prätentiös oder “divenhaft” zu wirken – obwohl Torsten Goods trotz seiner jungen Jahre bereits Karrierehighlights in Zahl und Qualität vorweisen kann, an denen andere ein Leben lang basteln: Im jugendlichen Alter von 17 Jahren Schüler von Peter O’Mara, der seinerseits ein in der Münchner und internationalen Jazz-Szene geläufiger Name ist, Studienaufenthalte bei der Jazzgitarrenlegende Jim Hall und John Scofield im Sommer 1999 und 2000 in New York, dann Eintritt in das von Peter Herbolzheimer geleitete Bundesjazzorchester. Schließlich von 2001 bis 2003 ein Jazzgitarre-Stipendium an der New School University in New York City und persönlicher Kontakt mit weiteren Jazz-Legenden: George Benson und Les Paul – letzterer gab Torsten Gutknecht seinen jetzigen Künstlernamen. Seit 2001 hat der 33 Jahre junge Torsten Goods nicht weniger als sechs Soloalben veröffentlicht sowie vielfach auf Alben international renommierter Künstler mitgewirkt und Künstler wie z.B. Sarah Conner als Music Director auf Tournee begleitet. Auftritte auf den Leverkusener Jazztagen sowie der Jazzwoche Burghausen und die 2004 erfolgte Nominierung für den Preis der deutschen Schallplattenkritik darf man getrost als musikalischen Ritterschlag verstehen.

Aber Stipendien, Preise und Mentorenschaft großer Namen sind das eine, das gespannt und erwartungsvoll versammelte Publikum Abend für Abend auf’s Neue zu gewinnen, zu verzaubern und zu überzeugen das andere – und letzteres entscheidet schlussendlich darüber, wer in diesem hart umkämpften, schnelllebigen und reichlich vergesslichen Geschäft nicht nur den Fuß in der Tür behält, sondern diese auch ganz zu den eigenen Gunsten aufstößt – und aufhält! Und so darf man die vielen Termine der aktuellen “Love Comes To Town”-Tour, die teils in den gleichen Häusern mehrfach zu verschiedenen Zeitpunkten eine erneute Einladung erfuhren, durchaus als Qualitätskriterium für eben diese Leistung verstehen, bestehende und neue Fans so nachhaltig zu überzeugen, dass diese stets erneut neugierig auf die Darbietung des nun bereits weitläufig bekannten Materials sind, wohlwissend, dass es Goods und seiner hochkarätigen Band ein ums andere Mal gelingt, vollkommen frisch und unverbraucht, immer voll überschäumender Freude am Performen und auf allerhöchstem musikalischen, aber auch unterhaltenden Niveau mit guter Laune und perfekter Beherrschung der Instrumente und Stimme die anwesenden Fans und Musikliebhaber früher oder später von den Sitzen zu reißen. So auch diesmal, wenngleich der vornehme, um nicht zu sagen ehrfurchtgebietende Rahmen durchaus eine gewisse Zurückhaltung nahezulegen schien. Aber spätestens wenn Goods mit unerschütterlicher Selbstsicherheit “You Wind Me Up” singt und der ganze Körper zum Instrument wird, er die Gitarre rhythmisch um die Körpermitte kreisen lässt, mal kehlig, mal mit feingranuliertem Tremolo in der Stimme intoniert, sich breitbeinig aufstellt und Mikrostativ oder Gitarre mit festem Griff umfasst, spätestens dann leuchten die Augen im Publikum, sind die Damen – aller Generationen übrigens – hingerissen und die Herren schwer beeindruckt! Das ist reinrassiges Performen – musikalischer Anspruch und Tiefe treffen auf souveräne Bühnenpräsenz und -darbietung! Diese Qualitäten können und konnten in der gesamten Musikgeschichte nicht allzuviele Künstler für sich in Anspruch nehmen. Selbst so mancher (Rock-) Superstar kann es an cooler Nonchalance und dabei virtuoser Beherschung von Instrument und Stimme nicht mit einem Entertainer dieses Kalibers - im besten Sinne – aufnehmen.

So verwundert es auch kaum, dass bereits nach dem ersten Set immer wieder begeisterter “Szenenapplaus” nach den teils fulminanten Soloparts von Goods oder Miserre (keyboards), später auch von Felix Lehrmann an den Drums zu hören war, sowie sogar vereinzelte Jubelrufe nach Ausklingen des jeweiligen Songs. Und selbstverständlich liess das Münchner Publikum die Band nicht ohne Zugabe weiterziehen, die gewissermaßen zur “impromptu Session” wurde: Der noch wenige Tage zuvor spontan eingeladene Max Merseny stieg zu Beginn des zweiten Sets beim berühmten Crusaders-Cover “Put it Where You Want it” und “Heart to Heart” als Gaststar ein – ein schönes “Rückspiel” für die Munich Summer Jazz Week 2012 in der Unterfahrt München, wo Max Merseny seinerseits Torsten Goods als special guest und Überraschungsgast des Abends geladen hatte. Im weit über die Grenzen Münchnens hinaus bekannten Jazzclub Unterfahrt erfolgte dann übrigens auch rund ein Jahr später der Tournee-Auftakt zu Torsten Goods aktueller “Love Comes to Town”-Tour.

Etwas bedächtiger zu ging es bei “No Religion“, einem Song der 2006 erschienenen “Irish Heart“-CD, der die nordirischen Bürgerkriegsunruhen thematisiert, “Carrickfergus“, ebenfalls auf “Irish Heart” sowie dem Adele-Cover “Someone like You“, um dann gleich wieder vom beschwingten “Freedom Every Day” und “Summer Lovin‘” (im zweiten Set) abgelöst zu werden. Dazu in jedem Song Solos von Torsten Goods oder Jan Miserre, die sich an Originalität und Virtuosität jeweils gegenseitig übertrafen – alles stets getragen vom unerschütterlichen Groove aus den Sticks und Drums Felix Lehrmanns und Christian von Kaphengst am Bass.

Und wenn dann nach gut zwei Stunden doch irgendwann der Vorhang fallen muss, will man es kaum für möglich halten, dass die Zeit doch schon wieder so schnell verflogen ist – obschon die Dichte an musikalischem Können und die Auswahl der Songs das Publikum über die gesamte Zeit vollständig in Atem halten und in Beschlag nehmen. Es scheint, als hätten Torsten Goods und seine musikalischen Begleiter den Inbegriff von Kulturveranstaltungen auf höchstem Niveau wiederentdeckt und ihnen ohne Scheu ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Fazit: “When Love Comes to Town” sollte man auch da sein!

(Quellen: Torsten Goods Website, Wikipedia, ACT! Music und von den vorgenannten Adressen weiterführende Quellen)

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Mo´Fazz @ musica!bühne.


“Clubjazz vom Feinsten”, so kündigte Michael Nasswetter, Organisator der musica!bühne im “Pauls” in der Maxvorstadt die Band Mo Fazz an, die offiziell den Start einer musikalischen Veranstaltungsreihe von März bis zunächst Juni 2014 einläutete. Und tatsächlich muss man nach dem Besuch der Bandwebseite feststellen, dass die vier Herren in der Besetzung Drums (Fritz Rittmüller), E- und Kontrabass (Manuel Frey), Keyboards (Ansgar Gusinde) sowie Tenor- und Sopransaxophon (Oliver Knab) ihre Instrumente und ihr Handwerk trefflich beherrschen.

Aber Virtuosität und abgehobene Jazz-”Akademik” stehen weniger im Mittelpunkt ihrer Auftritte – Spaß machen soll das Ganze und unterhaltend sein! Und dass sich Unterhaltungswert und Anspruch bestens miteinander vereinbaren lassen, davon konnten sich die teils auch von außerhalb Münchens angereisten alten und neuen Mo Fazz-Fans einen entspannten und gleichzeitig spannenden Abend lang überzeugen.

Eingefleischte Jazzconnaisseure mögen sich eventuell fragen, was es denn mit Clubjazz nun genau auf sich habe, zumal der Jazz ja ohnehin in Clubs zu Hause ist. Am aufschlußreichsten dürfte da die Erklärung der Band selbst in diesem sehr professionell präsentierten Videoclip sein.

Oder wie Fritz Rittmüller dann später an diesem Abend erläuterte: “Die Mischung macht’s”. Und die war über zwei üppig bestückte Sets von ca. 20.30h bis ca. 23.30h fein abgeschmeckt mit Titeln aus den Federn der jeweiligen Bandmitglieder sowie pfiffig arrangierten und knackig gespielten Coverversionen oder bekannten Jazz-Standards. Ganz herausragend in diesem Zusammenhang: Eine frech swingende Interpretation des 80-er-Jahre Hits “Steppin’ Out” von Joe Jackson (hier im Original), balladesk und verträumt, handwerklich aber beeindruckend eröffnet von Ansgar Gusinde. Spätestens hier merkte man ihm und auch den übrigen Bandmitgliedern an, dass sie vollständig “warm gespielt” waren, obschon auch schon beim Auftakt-Song “Stolen Moments” von Oliver Nelson, einem hinlänglich bekannten Jazz-Standard, jeder Ton und Beat “in the pocket” war und damit im Musikerjargon ausgedrückt wird, dass es einfach groovte!

Tatsächlich dürfte das auch ein wesentliches Qualitätsmerkmal der Band sein: Eine gut eingespielte Rhythmusgruppe aus wahlweise Kontra- oder E-Bass und drums, die auch bei den teils ausgetüftelten Eigenkompositionen immer ordentlich “Schub” liefert und stets eine solide Groovebasis bereitstellt. Und weil sich die Band auf diese unerschütterliche, timingfeste Basis verlassen kann, schrecken sie in ihren Kompositionen auch nicht vor Polyrhythmen oder raffinierten bis gelegentlich abrupten Rhythmus- und Tempowechseln zurück, offenbar wohlwissend, dass Rittmüller durch nichts aus der Ruhe und Konzentration zu bringen ist. Diese routinierte Gelassenheit gepaart mit gleichzeitiger Spielfreude scheint ihm genügend Konzentration zu lassen um auch noch bei einigen Vocal-Titeln die Leadstimme mit einem rauchig-rockigen Timbre zu singen. Klassiker aus dem Great American Songbook wie z.B. “It Ain’t Necessarily So” oder das schon erwähnte “Steppin’ Out” sowie auch etwa die Mo-Fazz-Eigenkomposition “Defeated” bekommen so einen Wiedererkennungswert, den man manchmal selbst bei den profiliertesten Virtuosen vermisst. Austauschbarkeit in der Darbietung der Titel müssen Mo Fazz also schon mal nicht so schnell fürchten.

Während die Kompositionen von Rittmüller stets die ungebremste Freude an Groove und Melodie erkennen lassen, scheinen jene von Oliver Knab oder Ansgar Gusinde eher einen Hang zum Experimentellen aufzuweisen – ein neugieriges Herantasten an das Mischen von Genres, Rhythmen, Stilistiken. Am Ende fügt sich dann aber doch immer wieder alles organisch zusammen, so dass das Zuhören niemals Gefahr läuft, zur bemühten Aufmerksamkeitsübung zu geraten. Und das, obschon auch solistisch genug “passiert”, so dass auch die eher analytischen Zuhörer genügend “Hörfutter” haben sollten um einen Abend lang interessiert bei der Sache sein zu können. Was die selbst komponierten Titel anbelangt, so scheint die nunmehr seit über vier Jahren bestehende und bereits mit wiederholten Jazzfestival-Meriten ausgezeichnete Band sich inzwischen auf ihre “Schreibe” eingeschossen zu haben, die wiederum den originellen Charakter und Wiedererkennungswert bekräftigt. Und auch ein kräftiges Augenzwinkern kommt nicht zu kurz bei Titeln wie z.B. “Wurstsalat”, einer Nummer mit einem ordentlichen Schuß Funk, von Ansgar Gusinde mit dem von Stevie Wonder bekanntgemachten und häufig benutzten Hohner-D6-Clavinet-Sounds serviert und inspiriert laut Rittmüller von einer Anekdote aus dem Bandleben. Hier lief übrigens Ansgar Gusinde zu Bestform auf und setzte dem “Wurstsalat” ein scharfes Dressing in Form eines leidenschaftlichen Piano-Solos auf, das sich vor den bekannteren Tasten”königen” der Münchner Jazzszene nicht zu verstecken brauchte.

Einen ähnlich strahlenden Moment hatte Manuel Frey in “Lotte goes funky“, einer Komposition von Oliver Knab, die er um ein beherztes Slap-Bass-Solo bereicherte, wie es sich für eine Nummer mit deutlichen Anklängen an den Funk eben gehört! Auch Fritz Rittmüller konnte in diesem Stück während seines Schlagzeugsolos noch einmal richtig zeigen, was es buchstäblich geschlagen hatte.

Einzig die Besucherzahl hätte durchaus noch die eine oder andere Zugabe verdient, obwohl das Lokal mit reichlich Fans der Band und neugierigen Gästen der Münchner Musikszene besetzt war. Das plötzlich einsetzende schlechte Wetter zum Wochenende könnte durchaus mit verantwortlich gewesen sein, zumal ja Münchner Autofahrer bei Regen grundsätzlich das Fahren verlernen, vergessen, wo das Gaspedal ist und im Handumdrehen chaotische Verkehrsverhältnisse produzieren. Gut möglich, dass da der eine oder andere einem Abend auf dem Wohnzimmersofa den Vorzug gegeben haben mag.

Von diesen kleinen Widrigkeiten liessen sich aber weder der Initiator Michael Nasswetter noch das sehr aufmerksame und bestgelaunte Team und schon gar nicht das anwesende Publikum im Pauls die Stimmung verderben.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Initiative von Michael Nasswetter, der auch Mitbegründer und -betreiber des Musicaladens am Tegernsee ist, mit den weiteren Veranstaltungen und angekündigten Acts reichlich Zuspruch beim Münchner Publikum findet, auf dass die lokale Musikszene um einen weiteren schönen Auftrittsort bereichert bleiben möge.

(©W. Nieke, verlinkte Medien und Quellen mit freundlicher Genehmigung der Band und des Veranstalters)

Bilder gibt’s hier zu sehen.

Eröffnung Musica! Buehne (ehemals Pauls) – Livemusik & Gastropub in der Maxvorstadt!


 Es gibt ein neues Livemusik-Lokal in München, die Musica!Buehne! Zur heutigen Eröffnung am 22.03.2014 spielt die Band Mo Fazz, die neben Club- und Dinner-Jazz auch selbstkomponiertes Material sowie eine eigene CD im Gigbag haben. Einlass in den Räumen des ehemaligen Pauls in der Augustenstraße 53 ist heute abend ab 19.00h, die Band beginnt ab ca. 20.30h zu spielen.

Die Musica!Bühne als Livelokal in der Münchner Innenstadt vervollständigt das bereits umfassende Musik-Komplettangebot des Musica!Ladens am schönen Tegernsee mit Musikschule, Musikgeschäft, Instrumenten- und PA-Verleih, Musikreisen, eigenem Tonstudio samt CD-Produktion, eigenem Label, Booking, Promotion und Vertrieb. Seine rührigen Inhaber Michael Nasswetter und Thomas Tomaschek starten also nun auch als Betreiber einer eigenen Musikbühne mit Gastropub, das sie seit etwa Jahresbeginn geplant und angekündigt hatten. Das sagen sie selbst über ihr neues Unterfangen:

Das ehemalige Pauls in der Maxvorstadt – wer kennt es nicht?

Ab 22.03.14 findet dort nun eine neue Live-Bühne ihr Zuhause - die “musica!bühne.”

Jeden Freitag oder Samstag – von alpenländisch bis jazzig und von Akustikpop bis Soul – Hauptsache bunt.

Bitte beachtet hierzu unser Programm oder die aktuellen Veranstaltungshinweise auf dieser Seite.

Reservierungen können künftig vorab unter Tel.: 08022.859980 (musica!laden.) oder per email an bühne@musicaladen.de vorgenommen werden.

Das Konzept klingt plausibel, zumal die Live-Musiklandschaft Münchens sich ja in den vergangenen Jahren extrem ausgedünnt hat und jedes hinzukommende Livemusik-Lokal gleich mal mit Vorschußlorbeeren als Bereicherung verstanden werden darf. Wir wünschen jedenfalls viel Erfolg und sind schon gespannt auf den heutigen Premierenabend!

Veranstalter: musica!GmbH, Südliche Hauptstr. 25, 83700 Rottach-Egernm www.musicaladen.de

(Text ©W. Nieke)

Jazz & More – Tom Glagow is off to a great start!


What better way can there be to spend the 2nd Day of Christmas than crouching down in front of the fireplace, sipping on a cold one, sampling Christmas cookies leftover while enjoying the “choons” Tom Glagow spins on PopStop.fm? For the life of me, I can’t think of a better one, all spells quality time in my text book. Speaking of text: Find the setlist of the tunes still coming up here. Wow, this feels great! I must have fallen in a time wormhole or something. Got totally transported back to the 80ies as early as this afternoon – and some of it continues right into the night. Tune in, if you’re near a router, broadband connection, iPod, iPhone, home stereo!

A Superstar in the Making: Torsten Goods, Love Comes To Town – ACT Music – In the spirit of jazz


Love Comes To Town – CD – Torsten Goods at ACT Music – In the spirit of jazz.

I’m totally looking forward to seeing Torsten Goods perform at Bürgersaal Feldafing this coming Saturday! Much like above linked PR info and album liner notes already describe, Torsten Goods manages to blend all the iconic guitar talent that clearly informs and defines his style into the one homogenous phenomenon that he is: Passion meets a rich music foundation meets precise delivery and solid, thoroughly honed chops, which he presents with an innocent joyfulness reminiscent of children at play – it’s no surprise that press tout him as a performer with “talent galore”. But his talents don’t stop there, seeing as he wrote seven out of the total of 14 songs himself, which made the cut from no less than 40 original compositions, all of which he has written over the course of roughly two years that took him away from his current city Berlin to London in an endeavour to expose himself to a new environment and new inspiration to draw from.

Above introduction to Good’s latest work is a mindblowing read of a fast started career that kicked into higher gear from one year to the next. It is all the more remarkable in this context that Goods afforded himself a two-year hiatus prior to his current release in order to reexamine the trajectory his musical path followed and in order to possibly reassess where he was going. We feel delighted as well as relieved to hear him say about this CD that the Jazz club circuit is where his heart is and that Love Comes to Town is so far the most authentic and complete rendition of his artist personality. It gets almost scary to fathom the future material he might come up with after treating us to an effort that already sounds so mature, so well-balanced and at the same time relaxed that you can’t help but arrive at the feeling you’re listening to an all-time classic that’s been around forever, leaving its well deserved mark on music history as it weaves an effortless thread throughout the different musical eras and styles Goods boasts as his musical education. Well, as far as we’re concerned: Love Came to Town and firmly claimed its place in our collection of all time favorites!

For more information, follow above links and see his touring schedule.

(Images and linked copy courtesy of ACT Music, copyrights remain with their respective owners. Copy as published here © W. Nieke, 11/2013)

Michael Nitsch Band @ Bayerischer Hof Nightclub



Who would have thought that Bayerischer Hof Nightclub turns into a Lower Manhattan-type Jazz club on a random Tuesday night? But Michael Nitsch and his band of brilliant collaborators on the band stand made exactly that happen with natural ease and verve.

We had saved the date for weeks looking forward to Michael Nitsch presenting his recently released CD “Time“, which he masterminds as a leader while having the finest music talent of the “Northernmost Italian city” in the South of Germany collaborate on the album.

Opening the set with the first cut from the album, “Dawn“, the band set the tone right away for what was to become a state-of-the-art concert that confirms Bayerischer Hof Nightclub as one of the leading contemporary Jazz venues of the world. While Nitsch on lead guitar and Götz Grünberg on tenor saxophone wove a light-hearted mid-tempo theme, Patrick Scales on bass and Guido May on drums had a rock solid four-on-the-floor groove with a funky edge going from bar one, cleverly interspersed with off- and counterbeat accents, thus providing the rich rhythmic, dependable tapestry the soloists could break away from. And speaking of solos: While each of the collaborating performers proved their reputation as a-list talent being on promoters’, booking agents’ and studio owners’ speed dial, they even grew beyond their already impressive performances on the album, clearly enjoying themselves that night and bursting at the seams with energy and raw joy of performing!

Freedom“, the second tune on the album and on the setlist, opened on a sophisticated, funky slapped bass theme exquisitely delivered by Patrick Scales and joined in on by the band after four bars, going into a Fusion-informed main theme seasoned with some (Blues-) Rock guitar riffs that speak of the diverse music foundation Michael Nitsch is inspired by. With “Dawn” leaning towards mid- to uptempo, Freedom sported a more laid back, “pumping” beat that highlighted Scales’ and May’s “in the pocket” playing, impressively revealing their longstanding musical companionship as a highly sought after rhythm section.

Further exploring Nitsch’s musical influences, “Uncle Jack” took us right into the era of outstanding Bluesrock “stringslingers” the likes of which Nitsch so authentically channels through his guitar playing, while leaving his own personal signature on each of these styles. The intro to this tune gave Tino Derado one of his many shining moments that night by having him open the song on eight bars of improvising on an alterated turnaround chord progression sitting on top of a swung rhythm with a shuffle feel to it. Again, Scales’ and May’s playing fit like hand-in-glove as you’d expect of a well-versed and thoroughly experienced rhythm section.

The band closed out the first set on the title track “Time“, a contemplative Jazz ballad demonstrating the breadth and depths of musical interpretation of each of the artists, particularly so with May’s delicate handling of the brushes as well as Grünberg’s precise command of the reed.

Having listened to the incredible drum solo Guido May delivered on “They Will Return“, which sees the bass line accompany May’s most sophisticated offbeats and polyrhythmic kick and snare drum hits all throughout, one might have wondered what rendition of this challenging part of the cut they might come up with in a live setting. It was refreshing to see them throw in well-calculated fermatas on the one to keep the time of the song, thus most cleverly also keeping the audience’s attention firmly focussed on the drummer.

In order to relax a bit from this high energy tune with plenty of masterful soloing going on, Overberg, a composition contributed by Götz Grünberg, took us to calmer waters of the Jazz ocean tempowise, featuring Grünberg with a superbly structured, tension building solo channelling an influence most sax players will inevitably have to mention as a formative one: John Coltrane. Dynamics, tone, most refined musical expression are the qualities that need to be attributed to all band members and which became obvious in the most extraordinary way again during Grünberg’s solo.

Followers of Michael Nitsch’s Facebook profile will have noticed a number of inspirational posts drawing on the history of Native Americans. One might infer that the title “Wounded Knee” was at least in part informed by this stretch of early U.S. history and it starts on a chord progression delivered with a wah-wah guitar, thus adding another flavor to the mix of styles and episodes of music history. It wasn’t hard to see the band’s leader thoroughly enjoy himself while blasting out a whaling guitar solo that effortlessly connected Fusion with straight Rock and all the way back again.

Mousie is the closing track on the album and it marked the end of the second set that night as well, reiterating a straight Bluesrock informed chord progression and the shuffle feel typical of that genre, which certainly is Michael Nitsch’s musical forte.

Undeterred by some audience leaving after the second set in order to get an early start during a typical work week, the band performed a scintillating third set well after midnight, playing original Nitsch compositions as well as tunes by his and his band members’ musical role models, the likes of whom span Miles Davis, John Coltrane, Robben Ford to name just a few.

What better way is there to turn an otherwise slow Tuesday night into a memorable evening than by treating oneself to a show packed to the brim with music talent, tasteful delivery and inclined listeners who really appreciate what they’re seeing and listening to? I can’t think of a better option. Kudos to the band, the venue and – the audience for keeping refined music a defining aspect of our culture.

©W. Nieke, Oct. 2013

Michael Nitsch Band – Time


home - Michael Nitsch - guitar - composing

Just downloaded the excellent album “Time” by Michael Nitsch Band, which you get to purchase from CDBaby.com.

Michael, who originally hails from Cologne, Germany, was introduced to Jazz and taught his first guitar chords by his father Wolfgang. Music luminaries like Wes Montgomery, George Benson, Jim Hall, Tal Farlow and Kenny Burrell found their way into Michael’s music ear as early as age 12. During his later teen years, he also caught the “Blues bug” through music icons like e.g. B.B. King, Albert King, Albert Collins and Jimi Hendrix. But a pivotal moment was his listening to the 1988 Robben Ford CD release “Talk to Your Daugther”, when he discovered through Ford how to blend Jazz and Blues into one organic fusion of styles.

As Michael honed his skills by playing countless live and studio gigs, particularly after having moved to Munich in 1998, he found opportunities to reap the rewards of his efforts by founding the lounge pop band “Fat’s Jojo Magic” first and getting hired as lead guitarist with the “Donelly Blues Band”. However, he has come into his own with the Michael Nitsch Band, sporting the finest German music talent and with whom he continues to exhilirate musical audiences at renowned music clubs and festivals throughout the country.

Other than touring and playing extensively, Michael hands down his expertise to students of the guitar, who benefit not only from his live and studio experience, but his formal education at MGI Cologne as well. In order to learn about live appearances, please also notice the band’s Facebook page. And last, but not least, treat yourself to this fine piece of music by taking a sneak listen on his website and ideally proceding to the purchase link.

Torsten Goods – Guitar Solo/Berlin P.M. – Live in Munich (13.09.2013) – YouTube


▶ Torsten Goods – Guitar Solo/Berlin P.M. – Live in Munich (13.09.2013) – YouTube.

Sweet Jesus, Lord help me! This is where the bar is at in terms of… well, pretty much everything, e.g. instrumental virtuosity, groove, creativity/artistry, stage presence/presentation, oh and not to forget: FUN! Germans, you’re in for an extra treat! Find upcoming and current tour dates at Torsten’s website.