Bad 25 | ARTE


Bad 25 | ARTE.

I’ve watched this before, but even upon second time it gives me goosebumps from the cranial section of my head all over my body right down to my feet. And tears. He was the biggest, greatest artist at least in my lifetime – maybe of them all. Steve Jobs said “You’re here to make a dent in the universe”. To me, Michael Jackson left his footprint and legacy to last for all eternity. R.I.P., MJ!

Videos | Faiz Mangat


Videos | Faiz Mangat.

Oh wie geil! Er spricht mir in so vielen Aspekten direkt aus der Seele was das Selbstverständnis als Künstler – um mal das große Wort zu benutzen – betrifft! Klasse Interview – anschauen!

B.B. King – The Life of Riley | ARTE


B.B. King – The Life of Riley | ARTE.

Thank you, ARTE.TV, thank you!

John Mayer – R.I.P. BB King


John Mayer – Timeline Photos.

The longer I look at BB’s expression on his face, the more epic this marvellous capture of a priceless moment becomes… I like to believe that’s exactly how he’d like to be remembered… (Best eulogy and picture on BB King’s passing that I saw on Facebook):

Source: John Mayer – Timeline Photosbb king john mayer

Noch mehr „Krieger Vater König“ (via GroundandPound.de)


Ich freu’ mich sehr, dass die Kollegen bei groundandpound.de meine Eindrücke zum Film mit aufgegriffen und in deren Rezension zitiert haben. Danke! Und nochmal an alle: Wer Gelegenheit hat, sich den Film anzusehen, möge sich die Perspektive gönnen, die Julian Reich mit dem Film – und Nik Reich mit dem Soundtrack – auf den Sport und die beiden Athleten zeigen.

Der Originalbeitrag bei groundandpound: „Krieger Vater König“ feiert Filmpremiere in München  – GroundandPound . Kampfsportnews . MMA, Thaiboxen, Kickboxen, Boxen, Grapplingn, Grappling.

Warrior Father King – Opening Night at Dok.Fest 2015 Munich | wesboundmusic


Warrior Father King – Opening Night at Dok.Fest 2015 Munich | wesboundmusic.

Krieger Vater König | Warrior Father King


Krieger Vater König | Warrior Father King.

Zwei Kämpfer mit Körpern wie wir sie von griechischen Heldenstatuen kennen, in einen Käfig gesperrt und von einer johlenden Menge feixender Zuschauer umgeben. Muskeln, Muskeln und nochmal Muskeln. Schweiß, ein paar versprengte Tropfen Blut auf der Matte. Und zwei Augenpaare, die grenzenlose Entschlossenheit zu siegen signalisieren, koste es was es wolle: Platzwunden, Prellungen, verschlissene Gelenke, Knochenbrüche. Kämpfen ist alles, der Sieg das Ziel.

Mixed Martial Arts bedient sich einer ganzen Reihe bekannter Vollkontakt-Kampfsportarten: Kickboxen, Jiu Jitsu, Kung Fu – die Liste könnte so weitergehen. Erlaubt ist viel und für das ungeübte Auge könnte der Eindruck entstehen, es gäbe keinerlei Regeln. Trainiert wird täglich und jeder Kampf könnte der letzte sein. MMA-Athleten sind sich all dessen bewußt – und Ismail und Carlos leben dafür. Kämpfen als spiritueller Weg, als ultimativer Ausdruck dessen, war wir alle in diversen Abstufungen erleben: Es geht um’s Überleben. “Es ist Krieg”, schärft Ismail seinem Freund und Kollegen Carlos ein bevor der in den Käfig geht. Später hört Ismail von einem Kampfsport-Promoter den Satz: “Du hast nur ein einziges Mal diese eine Chance. Nutze sie!”

Und dann die Szene, als Ismail einer verarmten Fünfjährigen irgendwo in Afghanistan ein Glas Wasser für ein kleines Taschengeld abkauft – um sie zu unterstützen, die wiederum keine andere Option auf Leben hat als allein am Rand der Straße zu sitzen und selbst für ihr Leben zu sorgen. Da ist er auch wieder, der Kampf – und Ismail fühlt sich an seine eigene Kindheit erinnert: “Ich habe gearbeitet, den ganzen Tag, oft barfuß. Habe Obst und Gemüse verkauft. Ich war sechs oder sieben.” Und später im Frage-Antwort-Teil nach dem Film: “Wenn ich ein Kind ansehe, sehe ich mich selbst in ihm.” Auf seiner Facebook-Seite schreibt er: “Wer Kinder nicht mag, mag sich selbst nicht.” Direkter, schonungsloser und ehrlicher kann man den Überlebenskampf, aber auch das Bemühen um die Wahrung der eigenen Menschlichkeit wohl kaum ausdrücken. Oder leben. “Wovon haben Sie Ihre Reise nach Afghanistan finanziert?”, will eine Besucherin wissen. “Von meiner Kampfgage”, antwortet Ismail. “Die war nicht hoch und den Rest habe ich dort ausgegeben – den Kindern, deren Blicke ich nicht vergessen kann. Aber ich freue mich, wenn ich mit dem Geld, das ich durch das Kämpfen verdiene, anderen eine Freude machen kann.”

Sprechen so Menschen, die von Hass getrieben sind? Von ideologischer Verblendung? Oder von bedingungslosen Gewaltexzessen, wie uns die xenophobischen Medienkampagnen der jüngeren Vergangenheit weismachen wollen? Migranten-Stereotypen von der ständigen Gewaltbereitschaft und ungezügelter Aggression?

Ja, MMA ist ein sehr harter Sport und ja, eine geradezu animalisch anmutende Aggression gehört dazu. Wer da in den Ring steigt tut es in dem Bewußtsein, dass er vielleicht nicht mehr aufrecht auf den eigenen Beinen herauskommt. Aber dem Kampf wohnt auch eine Art Choreographie inne – äußerst intensiv vertont vom Bruder des Filmemachers, Nik Reich – , ein Rhythmus, Kreativität sogar in der Wahl der jeweils probaten Kampftechnik. Und möglicherweise sogar eine Art Altruismus, denn die Kämpfer geben alles, wofür sie tagaus, tagein hart trainieren: Konzentration, Entbehrung, Technik, Körperkraft – und unbedingte geistige Präsenz. “Du musst ganz da sein”, schärft Ismail seinen Schülern ein, deren Verrenkungen und verschlungenen Körper noch viel Unbeholfenes haben. Konzentration, Körperkontrolle und uneingeschränkte Entschlossenheit machen Gewinner. Gewinner worüber? Am Ende wird klar: Über die eigenen Dämonen, die eigene Vergangenheit, Traumata, Leere. Eine Leere, die sich nur damit füllen lässt, über sie hinauszuwachsen in der Hoffnung, dass sich andere daran ein Beispiel nehmen mögen.

Hunter S. Thompson schrieb, dass ihm die Niederlage lieber sei als der Sieg. “In der Niederlage werden Freundschaften geschlossen”, sagte er im Vorwort zu “Kingdom of Fear”. Und auch Ismail macht deutlich, dass uns erst die Niederlage zu uns selbst bringt und uns die Chance offenbart, über uns selbst, über unser Ego und unsere Neurosen hinauszuwachsen. “Ich habe Fehler gemacht, viele Fehler. Ich habe Menschen verletzt, die alles für mich gegeben haben.” Und: “Ich habe verloren. Da ist dieses Bewußtsein: Ich bin raus. Aber ich werde nicht aufgeben. Ich will wissen, wie stark ich bin. Ich werde weiterkämpfen, solange ich kann.”

Krieger Vater König – ein Film von Julian Reich mit der Musik von Nik Reich und Jaro Messerschmidt.